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Situationen, in denen Menschen wie Streithähne aufeinander
losgehen, sind allen bekannt, auch wenn derartige Konfliktereignisse
nicht am eigenen Leib erfahren wurden. In verbalen Kämpfen
kann jedes Wort wie Reisig im Feuer entflammen - auch am Arbeitsplatz,
so etwa wenn gegensätzliche Interessen aufeinanderprallen und
sich keine Schlichtung abzeichnet oder die Vulkan noch nicht erloschen
ist. Entweder verhärten sich die Gespräche weiter, oder
die Kontrahenten gehen in den »psychischen Untergrund«
mit all ihrer Wut, Angst und Traurigkeit.
Für persönliche Zweierbeziehungen ist die Moderation
ursprünglich nicht gedacht, es sei denn wir gehen auf Verständigungs-
und Klärungssituationen im Rahmen von Gesprächstherapie,
Coaching oder Konsultationen ein. Diese Ansätze teilen mit
der Moderation das Gebot, Regeln des Miteinanderumgehens zu beachten.
Moderation gestaltet beziehungsweise »be-streitet« darüber
hinaus das konstruktive Reden in unterschiedlichen Sozialformen
- nicht als Schlichtungswunder, sondern aufgrund interventiver Kommunikationsmethoden
mit Feedback. Nach diesem Verständnis werden Gespräche
nach für alle transparenten Regeln geleitet. Kritik wird ausgetauscht
und ausgewertet. Jede Moderation richtet sich am Standard »interaktiver«,
unparteiischer Fairness aus, ganz gleich, ob es um Gesprächsrunden,
Streitgespräche auf einem Podium oder um die Planungsschritte
in einem Projektteam geht.
Erfahrene Moderatorinnen und Moderatoren gliedern Gespräche
zur rechten Zeit. Sie vereinbaren Regeln zur sachlichen Argumentation.
Das ist bereits eine ganze Menge, und wenn es gelingt, Streitparteien
oder eine Expertenrunde in zwei oder drei Stunden zu einem sachlich-produktiven
Konsens einen Schritt weiter zu bringen, kann das einem kleinen
Lottogewinn gleichen.
Bei der Moderation geht es um kreatives Lernen und - in Planungs-
und Gestaltungssituationen - auch um Gruppen- oder Teamarbeit. In
einem Update-Kurs sind Anlässe ausgewiesen, in denen Moderation
gebraucht wird, wenn zum Beispiel beabsichtigt ist, die Entwicklung
einer neuen Mittelfristplanung zu begleiten oder wenn eine Organisation
in einer öffentlichen Debatte wegen ihrer ehrgeizigen Projekte
Rede und Antwort steht. Übersicht behalten und herstellen ist
das Motto für alle Situationen, in denen Sie auf das spannende
Wagnis der Moderation eingehen. Gute Moderation hat dabei viele
Seiten:
..... folgt Grundregeln der Kommunikation,
..... ermöglicht Ideenfindungsprozesse durch Kreativmethoden,
..... klärt und entzerrt Kommunikationsstörungen,
..... trennt die Emotion vom Argument,
..... entflechtet das Durcheinander eines Gesprächsknäuels,
..... organisiert Brainstormings oder Ideenwerkstätten,
..... setzt Visualisierung und Metaplanmethoden ein,
..... schafft Übersicht, Durchblick und Einsicht.
Gute Moderation
Gute Moderation unterstützt die Verständigung zwischen
Menschen - nicht ausschliesslich durch Sprache und schon gar nicht
durch das hochstilisierte Wort, um normale Beiträge im Keim
zu ersticken. Der Moderator muss kein Rednertalent sein oder sich
durch langatmige Spracheitelkeiten hervortun. Er soll fähig
sein, alle Beiträge ohne Ansehen der Person zu beachten, aufzunehmen
und weiterzuleiten. Er soll eine aktive Beteiligung an Gesprächen
und Lösungsversuchen erreichen, kreative Ideen unterstützen,
einen Zwischenstand der Diskussion durch Visualisierungen und andere
Methoden verdeutlichen.
Gute Moderation ordnet obendrein jedes Sammelsurium von Beiträgen
oder Ideen. Sie beruht auf einem Regelungsrepertoire zur problemlöseorientierten
Verständigung und Ideensuche. Zum Beispiel wenn sich Gremienmitglieder
über Investitionsaufwendungen streiten oder ein Projektkreis
den Jahreskoordinierungsplan im Unternehmen abstimmen möchte.
Oder die eigene Schule plant eine Ideenwerkstatt, in der Grundrisse
für ein Schulprogramm entstehen sollen. Halten wir fest:
Moderation ist eine professionell erlernte Kommunikationsmethode.
Sie beruht auf Regeln verständigungsorientierter Interaktion
in kleinen, mittleren oder grossen Sozialformen. Ihr Ziel besteht
darin, Kompetenzanstrengungen von Gesprächs- und Kooperationspartnern
auf vereinbarte Ziele, Beratungsschwerpunkte und Problemlösungsschritte
zu richten. Jede Moderation folgt Standards der Argumentation, die
im Setting transparent sind beziehungsweise dort vereinbart werden.
Ziel: Aufbau einer konstruktiven, kreativitätsfördernden
Arbeitsbasis. Die Unparteilichkeit ist für jede Moderation
als Klärungshilfe oberster Grundsatz, auch wenn in Konfliktsituationen
es um Vermittlung oder andere Klärungsformen mit dem Ziel geht,
Kreativität und Synergie zu erreichen.

AS bietet hierzu einen Update-Trainingskurs an. Der Trainingskurs
kann nach Absprache mit uns vereinbart werden. Der Kurs kann als
Inhouse-System in Ihrer Organisation oder an einem gut erreichbaren
Ort für Interessenten aus verschiedenen Regionen realisiert
werden.
Alle AS-Seminare, so auch die Update-Kurse zur Moderation, verzahnen
Wissensbausteine, Methodentrainings und den Transfer auf Praxisfälle.
Aus diesem Grund sind für jeden Update-Kurs mindestens zwei
Trage, vorzugsweise drei, anzusetzen. Die konkrete inhaltliche Ausrichtung
und die zeitliche Organisation werden mit Ihren Möglichkeiten
abgeglichen.
Mindestteilnehmerzahl für einen 2 oder 3 Tage Kurs:
15 Personen
Kontakt
Prof. Dr. Uwe Hameyer
hameyer@paedagogik.uni-kiel.de
www.hameyer.uni-kiel.de
Prof. Dr. Waldemar Pallasch
waldemar.pallasch@t-online.de
www.as.uni-kiel.de
Telefon: 0431-880-1225 (Sekretariat)
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