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So paradox es klingt, so bemerkenswert ist die These, dass Wissen
heute ein knappes Gut ist. Bibliotheken und Computer speichern nahezu
grenzenlos Information, die aber erst dann zu Wissen wird, wenn
wir mit ihr etwas anfangen können; wenn wir in der Lage sind,
Informationen zu sinnvollen Einheiten zu verbinden und mit dem vorhandenen
Wissen zu vernetzen. Aus interessanten Informationen bilden wir
neues Wissen oder erweitern das vorhandene, oder wir müssen,
was kein seltener Fall ist, umlernen. Das bedeutet: Unser
Wissen umstrukturieren können und dazu bereit sein.
Die Knappheit des Wissens hat ihren Grund nicht im Mangel an Information
und guten Quellen, sondern darin, dass der Mensch trotz globaler
Zugänge zur Informationswelt nur eingeschränkt fähig
ist, das Neue zeitökonomisch so zu sichten, zu ordnen, zu verdichten
und zu verarbeiten, dass er es als erweitertes Wissen - als neues
Muster oder Schema - sich aneignet und nutzen kann.
Das hat nicht unbedingt allein mit den Schwächen unseres Gedächtnisses
zu tun, sondern auch mit dem Mangel an Bewältigungsstratgegien
auf der personalen und organisationalen Ebene, uns durch neues Wissen
und durch Wissensmanagement auch zu entlasten und nicht nur zu belasten.
Es hat obendrein mit dem Mangel an Lernökonomie zu tun und
mit der Schwäche, uns angesichts tausendfacher Information,
die auf uns zuflattert, etwas gerichtet und produktiv zu verarbeiten.
Das nämlich setzt voraus, das potentielle Wissen in einer Information
zu erkennen und auf den Begriff zu bringen. Wer mit Information
und Wissen fokussiert umgeht, ordnet das neue Wissen nach substantiellen,
zeitlichen und logischen Gesichtspunkten. Genau das ist ein wesentliches
Gebiet des Lern- und Wissensmanagements, zu dem wir Kurse anbieten.
In einem solchen Kurs können Lernstrategien aufgebaut werden,
um sich eine Roadmap durch das unübersehbare Gelände von
Information und Wissen zu erstellen und um dadurch einen hohen persönlichen
Nutzen des Wissenszuwachses zu erzielen. Entlastungen entstehen
dabei durch Prozesse der Strukturbildung, der Wissensordnung und
-umordnung sowie durch eine Ökonomie des Lernens. Einen Roman
werden wir normalerweise nicht auf diese Weise angehen. Wir tauchen
in ihn ein, lassen uns begeistern, sind intuitiv in den Handlungslinien
versponnen. Bei Kriminalromanen ist das nicht anders. Wir ordnen
die Informationen allenfalls so weit, dass sie dem besseren Verständnis
der Verwicklungen dienen.
In professionellen Aufgabengebieten und Wissenspräsentationen
(Buch, Medien, Internet, Materialien, Multimediale Systeme usw.)
sind wir gehalten, einen gewissen Fokus aufzubauen, der es uns gestattet,
eine ausgerichtete Form der Auseinandersetzung mit neuem Wissen
und Innovationen hinzubekommen. Meistens ist es obendrein so, dass
wir ja Wissenspräsentationen in den unterschiedlichen medialen
Formen zielgerichtet oder zweckdienlich angehen. Wir wollen das
Wissen nutzen. Wir brauchen es für unsere Arbeit.
AS bietet hierzu einen Update-Trainingskurs zum Lern- und Wissensmanagement
an. Der Trainingskurs kann nach Absprache mit uns vereinbart werden.
Der Kurs ist als Inhouse-System in Ihrer Organisation oder an einem
gut erreichbaren Ort für Interessenten aus verschiedenen Regionen
möglich.
Alle AS-Seminare, so auch die Update-Kurse zum Lern- und Wissensmanagement,
verzahnen Wissensbausteine, Methodentrainings und den Transfer auf
Praxisfälle. Aus diesem Grund sind für jeden Update-Kurs
mindestens zwei Trage, vorzugsweise drei, anzusetzen. Die konkrete
inhaltliche Ausrichtung und die zeitliche Organisation werden mit
Ihren Möglichkeiten abgeglichen.
Mindestteilnehmerzahl für einen 2 o der 3 Tage Kurs:
15 Personen
Kontakt
Prof. Dr. Uwe Hameyer
hameyer@paedagogik.uni-kiel.de
www.as.uni-kiel.de
www.hameyer.uni-kiel.de
Telefon: 0431-880-1225 (Sekretariat)
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