
Weiterbildungsstudiengang Mediation
Der Weiterbildungsstudiengang Mediation ist ein berufsbegleitendes Präsenzstudium. Es fußt auf theoretischem Fachwissen, praktischem Training, Selbstreflexion sowie begleitender Supervision / Intervision.
Mediation
Mediation ist ein klar strukturiertes Verfahren zur Vermittlung in Konflikten durch eine/n neutrale/n Dritte/n, die / der von allen Parteien als Vertrauensperson akzeptiert wird. Mediatorinnen / Mediatoren bieten professionelle Begleitung bei der Konfliktbearbeitung. Sie sind weder Anwälte noch Schiedsrichter, sie treffen keine inhaltlichen Entscheidungen und geben keine Lösungen vor. Als allparteiliche Klärungshelfer haben sie die Bedürfnisse aller Beteiligten im Blick. Sie sind verantwortlich dafür, den Prozess konstruktiv zu moderieren, die wesentlichen Konfliktpunkte heraus zu arbeiten und die Suche nach einer fairen Lösung zu begleiten. Sie sorgen für einen sicheren Rahmen und für die Einhaltung bestimmter Gesprächsregeln, die es den Konfliktparteien ermöglichen, ihre Interessen und Wünsche zu erkunden und der anderen Seite verständlich zu machen.
Ziel der Mediation ist es, die Konfliktparteien dabei zu unterstützen, eigenverantwortlich eine angemessene Lösung zu finden, die von sämtlichen Beteiligten getragen und akzeptiert wird. Am Abschluss einer gelungenen Mediation stehen verbindliche Vereinbarungen über die gemeinsam entwickelten Läsungen und Maßnahmen.
Voraussetzung einer Mediation ist die Einbeziehung und freiwillige Teilnahme aller Konfliktbeteiligten. Der hier vermittelte Mediationsansatz ist personenzentriert. Er orientiert sich an den Bedürfnissen der Beteiligten, unabhängig von möglichen Rechtsansprüchen.
Ausbildungsinhalte
Mediatorinnen / Mediatoren benötigen fundiertes theoretisches Wissen sowie praktisches Handwerkszeug auf den Gebieten der Gesprächsführung, der Moderation, der Prozessbegleitung und der Konfliktbearbeitung. Die Ausbildung vermittelt diese Grundlagen und Werkzeuge, basierend auf vier Säulen::
1. Theoretische Grundlagen
Sie erwerben das erforderliche theoretische Fachwissen zur Konfliktbearbeitung, wie z.B. Wahrnehmungs- und kommunikationspsychologische Grundlagen – das Modell der Gewaltfreien Kommunikation - Konflikttheorien - das Menschenbild der bedürfnisorientierten Mediation – Recht und Mediation – Phasen des Mediationsverfahrens – Rolle und Aufgaben der Mediatoren – Gelingens- und Misslingensbedingungen der Mediation u.a.m.
2. Praktisches Training
Die Ausbildung ist in erster Linie anwendungs- und praxisorientiert. Sie trainieren intensiv das ‚mediatorische Handwerkszeug’. Für jede Phase der Mediation üben Sie gezielt die passenden Gesprächsstrategien und Moderationstechniken zur Prozessgestaltung. Dabei bekommen Sie Feedback und Anregungen von den Ausbildern und den Teilnehmern der Gruppe.
3. Selbstreflexion
Erfolgreiche Mediationstätigkeit setzt eine in sich stimmige, selbstreflexive Persönlichkeit voraus, die eine wertschätzende, aber nicht wertende Haltung gegenüber den Konfliktparteien einnimmt. Als künftige Mediatorinnen und Mediatoren bekommen Sie daher in der Ausbildung immer wieder die Gelegenheit, sich Ihre eigenen Erfahrungen mit und Ihre Einstellung zu Konflikten bewusst zu machen. Sie werden Ihr Verhalten in Konflikten reflektieren, sich Ihren ‚blinden Flecken’ und ‚heißen Eisen’ annähern und Fallstricke vermeiden lernen.
4. Supervision / Intervision
Im zweiten Teil der Ausbildung führen Sie im Team mit einer Co-Mediatorin eigenständig Mediationen in der Praxis durch und werden dabei von den Ausbildern und von Ihrer Regionalgruppe durch Supervision und Intervision unterstützt.
Kursmethoden
Die Ausbildung zur Mediatorin/ zum Mediator ist in erster Linie
anwendungs- und praxisorientiert. Die Vermittlung erfolgt prozesshaft
über eine Vielzahl von Methoden. Neben Informationsblöcken,
die dem Erwerb des nötigen Fachwissens zum Umgang mit Konflikten
dienen, steht die kontinuierliche Anwendung des Gelernten durch
die Übung von Mediationen in und außerhalb der Ausbildungsveranstaltungen,
begleitet durch Supervisionen und Intervisionen. Die Ausbildung
endet mit der eigenständigen Bearbeitung von Mediationsfällen
unter Begleitung und Supervision der Ausbilder.
Ausbildungszeitraum / Termine
Ausbildungsgruppe 2011
Ausbildungsgruppe 5: Schleswig-Holstein
Modul 1 28. - 30.01.2011
Modul 2 25. - 27.03.2011
Modul 3 18. - 22.05.2011
Modul 4 01. - 03.07.2011
Modul 5 19. - 21.08.2011
Modul 6 07. - 09.10.2011
Modul 7 18. - 20.11.2011
Modul 8 10. - 12.02.2012
Modul 9 27. - 29.04.2012
Modul 10 01. - 03.06.2012
Beginn: Freitag, 28. Januar 2011, 9:00 Uhr
Ende: Sonntag, 30. Januar 2011, 13 Uhr
jeweils am Freitag um 9:00 Uhr
Veranstaltungsort: Akademie am See
Koppelsberg 7
24306 Plön
Informationsveranstaltungen
Termine: Dienstag, 21. September 2010, 18-20:30 Uhr
Dienstag, 02.November 2010, 18-20:30 Uhr
Ort Institut für Pädagogik, CAU zu Kiel Olshausenstr.
75, 24118 Kiel (Raum s. Aushang vor Ort)
Ihr Nutzen
Sie lernen
...die Sprache und Werthaltung der Gewaltfreien Kommunikation kennen,
...das eigene Konfliktverhalten zu ergründen,
...die Balance zwischen Selbstbehauptung und wechselseitiger Einfühlung
zu fördern,
...die mediatorischen Interventionsstrategien passgenau anzuwenden,
...die Konfliktparteien zu unterstützen bei der Identifikation
der Streitpositionen,
...die hinter den Positionen verborgenen Gefühle, Bedürfnisse
und Interessen zu entdecken,
...die Parteien bei der Suche und Formulierung einvernehmlicher Lösungen zu unterstützen,
...die Entwicklung einer neuen Dialog- und Konfliktkultur zu fördern.
Sie profitieren
... von der Arbeit in einer konstanten Teilnehmergruppe mit einem festen Trainerteam über den gesamten Ausbildungszeitraum,
...von tragfähigen Arbeitsbeziehungen und professionellen Netzwerken, mit deren Hilfe Sie sich gegenseitig in Ihrer persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung begleiten und fördern,
...von regelmäßigen Übungsphasen in Kleingruppen, in denen Sie das Gelernte praktisch umsetzen und konkrete Rückmeldungen bekommen.
Leitung und Durchführung
Dipl.-Päd. Cornelia Rottmann M.A.
Frank Mielke (Ausbilder für Mediation BM)
Adressaten
Menschen, die beruflich häufig mit Konflikten zu tun haben
und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in Sachen Konfliktbewältigung
erweitern möchten, etwa Pädagogen/innen, Sozialpädagogen/innen,
Erzieher/innen, Familienberater/innen, Jugendamtsmitarbeiter/innen,
Psychologen/innen, Theologen/innen, Führungskräfte in
Wirtschaft, Verwaltung und Politik.
Voraussetzungen
Fachhochschul- oder Hochschulzugangsberechtigung, qualifizierte
Berufserfahrung.
Umfang und Dauer
Der Weiterbildungsstudiengang umfasst 274 Unterrichtsstunden (206
Zeitstunden) in 18 Ausbildungsmonaten, aufgeteilt auf 9 dreitägige
Kompakt-Module (Freitag bis Sonntag) und ein fünftägiges
Kompaktmodul, sowie eigenverantwortliche begleitende Arbeit in Regionalgruppen.
Abschluss / Zertifikat
Der AS-Weiterbildungsstudiengang zum Mediator / zur Mediatorin wird abgeschlossen mit dem AS-Universitäts-Zertifikat Mediation. Die Ausbildung ist anerkannt vom Bundesverband für Mediation BM.
Kosten
4.320€, zahlbar in 18 Raten von 240€/Monat, zzgl. Übernachtungs- und Verpflegungskosten
Anmeldung - Information
Advanced Studies
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Servicebüro: Maike Rühe-Möhl
Olshausenstr. 75 - D-24118 Kiel
Tel: 0431-880-1225 (9-13 Uhr/AB)
Fax: 0431-880-5497
email as@paedagogik.uni-kiel.de
www.as.uni-kiel.de
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